KATAPULT lehnt 99,9 Prozent der Kooperationsanfragen ab. Warum? Weil der Kommunikationsaufwand gemeinsamer Projekte groß ist: davor, währenddessen und danach. Wir konzentrieren uns meistens auf uns selbst. Karten bauen, Studien bearbeiten, eine DDR-Schule renovieren. Ich liebe es, wenn uns niemand reinredet. KATAPULT und fertig.
Vor ein paar Jahren kam ein Typ zu uns an unseren Stand der Leipziger Buchmesse und fragte: „Wie is dat mit de Kohle?” Lustige Frage. Er wollte wissen, wie viel Geld wir denn auf der Buchmesse eingenommen haben. Wir sagen es ihm (22.000 €) und er sagt uns seine „Kohle” (hab ich vergessen).
Dieser Typ war David Schraven, der Gründer von CORRECTIV. Seitdem buchen wir unseren Messestand immer neben CORRECTIV. Oder umgekehrt. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass es mittlerweile genau sieben Jahre (vielleicht aber auch acht) sind, in denen wir uns halbjährlich mit CORRECTIV austauschen. Dabei geht es um Recherchen, Insolvenzen
und Gemeinnützigkeit.
Daraus ist eine über sieben bis acht Jahre alte Freundschaft geworden, die wir nun in eine Kooperation gießen. Wir geben PULTU ab heute gemeinsam mit CORRECTIV heraus. Investigatives von CORRECTIV. Karten von KATAPULT.
Wozu? Wir werden unsere Recherchen häufiger aus den Krisengebieten bekommen und unser Netzwerk der Kriegsberichterstattung erweitern. PULTU soll DAS Magazin für Geopolitik werden und wenn Kommunikation immer so direkt abläuft wie die oben gestellte Frage über die Messeeinnahmen, muss es klappen. Qualität nach oben, um jeden Preis.
Und wie is it mit de Kohle für diese Kooperation? Wir machen halbe halbe.
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