Energiewende

Wind und Solar überholen fossile Kraftwerke – aber seit wann genau?

Veröffentlicht am 02.09.2026
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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE sagt: seit 2023. Das britische Fachmedium Carbon Brief meint: erst 2025. Beide stützen sich auf vertrauenswürdige Daten, vergleichen jedoch unterschiedliche Ansätze.

Der Unterschied liegt in der Perspektive: brutto oder netto. Fraunhofer betrachtet in seinen Energy-Charts die Nettostromerzeugung – also die Strommenge nach Abzug des Eigenverbrauchs der Kraftwerke. Vor allem Kohle- und Gaskraftwerke nutzen einen Teil ihrer erzeugten Energie selbst, etwa für Pumpen, Kühlung, Lüfter oder die Rauchgasreinigung. Wind- und Solaranlagen verbrauchen dagegen kaum Energie für den Eigenbetrieb. Zieht man den Eigenverbrauch ab, sinkt die fossile Stromerzeugung stärker. Laut den aktuellen Zahlen der AG Energiebilanzen, die jährlich die deutsche Energiebilanz erstellt, liegen Wind und Solar netto bereits 2023 vor den fossilen Energieträgern.

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