Eigentlich denkt Hendrik Bolz nicht gerne an seine Kindheit und Jugend zurück. Trotzdem hat er ein Buch darüber geschrieben. In “Nullerjahre” erzählt er vom Aufwachsen in der Nachwendezeit in einer Provinz im Osten. Das war ziemlich trist und durchdrungen von Gewalt. Seine Kindheit und Jugend erlebte Bolz in einer Zeit, in der viel im Unklaren lag. Die DDR war gerade zerbrochen, viele Menschen orientierungslos. Aber nicht alle. “Die Villenviertelossis haben von der Gewalt nichts mitbekommen”, sagt Bolz. Er dafür umso mehr. Drogen und kompletter Kontrollverlust bestimmten seine Jugend. In seiner Schule war es normal, Bomberjacke und Springerstiefel zu tragen, um dazuzugehören. Gefühle scheiße zu finden. Halt ein Nazi zu sein. Warum ist er doch keiner geworden? Bolz ging nach Berlin, um zu studieren. Und wurde Rapper. Glück gehabt.
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