Wie ein mongolischer Kniff unsere Demokratie bereichern könnte
Das war knapp. Als in der Mongolei am 7. Juli die Präsidentschaftswahl in die entscheidende Stichwahlrunde ging, setzte sich Battulga Khaltmaa von der Demokratischen Partei mit 55,15 Prozent gegen seinen Konkurrenten Enkhbold Miyegombo von der Mongolischen Volkspartei mit 44,85 Prozent durch. Was auf den ersten Blick nach einem souveränen Sieg aussieht, war eine enge Entscheidung. Der Grund: Das mongolische Wahlrecht sieht ein doppeltes Quorum vor. Nur wenn sich mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten beteiligen und ein Kandidat mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erhält, ist ein Wahlgang gültig.
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