Erster Schlag gegen die Taliban seit fünf Jahren
Bewaffnete Gegner der Taliban haben erstmals seit deren Machtübernahme 2021 einen Distrikt in Afghanistan eingenommen – allerdings nur kurzzeitig. Dies berichtet die taz. Demnach drangen Mitte Juli etwa 25 Kämpfer der Gruppe Sepahian-e Maihan (Soldaten der Heimat) in den Distrikt Jaftal in der nordöstlichen Provinz Badachschan ein. Es war die erste öffentliche Aktion der bisher unbekannten Gruppe, die unter anderem aus ehemaligen Angehörigen der afghanischen Armee und Polizei aus Badachschan bestehen soll. Sie entwaffneten die dortigen Taliban-Kämpfer, hissten ihre Flagge über der Lokalverwaltung und zogen sich nach zwei Stunden wieder zurück. Die Taliban bestätigten den Angriff und berichteten, bei einer anschließenden Verfolgungsjagd mehrere der Angreifer gefangen genommen zu haben, darunter auch den Sepahian-Anführer, Abdul Kajum Malang. Die Sepahian dementierten die Festnahmen. Der Angriff hat nach Einschätzung von Analysten vor allem symbolische Bedeutung: Er zeigt, dass es auch fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban weiter bewaffneten Widerstand gegen ihre Herrschaft gibt.
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