Japan

Vom Schattennetzwerk verschluckt

Wenn das eigene Leben zum Käfig wird, hilft nur untertauchen.

Veröffentlicht am 28.06.2026
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In Japan verschwinden jedes Jahr Tausende Menschen, und zwar freiwillig – ein Phänomen, das als jōhatsu bekannt ist. Dabei handelt es sich meist nicht um überstürzte Fluchten, sondern um sorgfältig geplante Ausstiege aus dem eigenen Leben. Unterstützt werden diese Menschen von spezialisierten „Nachtflucht“-Dienstleistenden, den sogenannten yonige-ya. Sie organisieren nächtliche Umzüge bis ins Detail innerhalb einer „Schatten-Infrastruktur“: Die Fluchthelfenden wählen Routen abseits von Überwachungskameras, stellen geheime Unterkünfte bereit und verwischen systematisch alle Spuren.

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