Wo Biber leben, verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch der Kohlenstoffkreislauf. Eine Studie aus der Schweiz zeigt nämlich: Von Bibern geschaffene Lebensräume können große Mengen CO₂ binden. In einem Bachabschnitt im Kanton Zürich nimmt das untersuchte Bibergebiet mehr CO₂ auf, als es freisetzt – und speichert dadurch jährlich rund 98 Tonnen Kohlenstoff. Bleibt das Habitat etwa 33 Jahre lang aktiv, könnten sich in dieser Zeit sogar bis zu 1.194 Tonnen Kohlenstoffdioxid ansammeln. Grund dafür ist der Dammbau: Biber stauen Wasser, erschaffen Teiche und überfluten Uferbereiche. Dadurch entstehen Feuchtgebiete, die verändern, wie Kohlenstoff gespeichert und freigesetzt wird. Hochgerechnet auf alle Auenflächen, die für eine Wiederansiedlung von Bibern geeignet sind, könnten die Tiere in der Schweiz bis zu 1,8 Prozent der jährlichen CO₂-Emissionen ausgleichen – ganz ohne menschliches Eingreifen oder zusätzliche Kosten.
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