EDITORIAL

Mal retten, mal sterben lassen

Europa hat längst entschieden, wie es mit Flüchtenden umgehen möchte. Die Toten auf dem Grund des Mittelmeers bezeugen dies. Sie sind das Ergebnis politischen Versagens.

Veröffentlicht am 25.01.2021
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Die Zeit drängt. Es ist schon spät am Abend, doch der Krieg nimmt keine Rücksicht auf Nachtruhe. Die Front rückt näher, die Erlaubnis zum Evakuieren haben sie zu spät erhalten. Schnell das Nötigste packen. Keinen Ballast mitnehmen. Aber wie fliehen? Allein kann sich die Familie nicht retten. Der Vater ist schwerbehindert seit dem vorigen Krieg, die Mutter schwanger, das älteste der sechs Kinder neun Jahre, das jüngste knapp zwölf Monate alt. Längst fahren keine Züge mehr, die einzigen Fortbewegungsmittel sind ein Pferdefuhrwerk und die eigenen Beine. Ohne Hilfe werden sie es nicht schaffen.

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