Deutschland geteilt
Zwischen 2019 und 2024 sank die reale Wirtschaftsleistung in etwa 60 Prozent der deutschen Regionen. Besonders stark traf es das Saarland (−6,9 %), die Region Braunschweig (−6,6 %) und Sachsen-Anhalt (−6,0 %).
Ein zentraler Faktor ist die Krise der Industrie. Deutschland kämpft hierbei mit mehreren Problemen gleichzeitig: Die Corona-Pandemie riss Lieferketten auseinander. Ab 2022 trieb die Energiekrise die Produktionskosten in die Höhe. Besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl und Metallverarbeitung gerieten unter Druck.
Doch die Probleme reichen weiter. Auch die Automobilindustrie steckt im Wandel. Regionen wie Braunschweig mit Volkswagen oder das Saarland mit seinen Zulieferern hängen stark vom Fahrzeugbau ab. Schwache Nachfrage, Konkurrenz aus China und der schwierige Wechsel zur Elektromobilität belasten diese Standorte.
Hinzu kommen hohe Zinsen, Baukosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und marode Infrastruktur, die Investitionen, Wohnungsbau und Wettbewerbsfähigkeit belasten.
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