Medien

Der Lokaljournalismus ist männlich

Frauen haben in deutschen Medien noch immer deutlich weniger Macht als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein "Proquote Medien" in seiner aktuellen "Studie zur Geschlechterverteilung in journalistischen Führungspositionen".

Veröffentlicht am 17.01.2023
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Gerade auf Ebene der Chefredaktionen sind Regionalzeitungen ganz überwiegend von Männern dominiert. 77 der 97 wichtigsten Regionalzeitungen werden von Männern in der Chefredaktion geführt. In nur neun Fällen ist eine Frau alleinige Chefredakteurin, 14-mal teilt sie sich den Posten mit einem Mann. 

Analysiert wurden neben Regionalzeitungen auch überregionale Leitmedien in Deutschland. Dort ist die Situation gleichgewichteter. Aber auch hier liegt der Frauenführungsanteil nur bei der taz bei über 50 Prozent. Auf dem letzten Platz liegt die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit knapp einem Viertel.1

Die Autor:innen der Studie unterscheiden zwischen dem absoluten und dem gewichteten Machtanteil. Während der absolute Anteil lediglich die Anzahl der Frauen in allen Führungspositionen des jeweiligen Mediums angibt, berücksichtigt der gewichtete Anteil, auf welcher Ebene Frauen diese Positionen innehaben und welche Entscheidungen sie dementsprechend treffen können. Auf diese Weise kann abgebildet werden, dass die Chefredaktion mehr Macht hat als die Ressortleitung.

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