Politische Theorie

Das „explosive“ Potential des aktuellen Wahlsystems

Nach der kommenden Bundestagswahl könnte sich das Parlament drastisch vergrößern – durch ein neues Wahlgesetz, das die Sitzverteilung fairer machen soll. Wie das funktioniert und warum das Gesetz reformiert werden muss.

Veröffentlicht am 20.08.2017
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Das 2013 verabschiedete Bundeswahlgesetz beinhaltet eine grundlegende Neuerung, die es so auf Bundesebene bisher nicht gab, auch wenn sie auf Landesebene schon seit längerem gebräuchlich ist, nämlich die Einführung von Ausgleichsmandaten. Da das deutsche Wahlsystem nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts als Verhältniswahlsystem angesehen wird, gilt, dass die Parteien im Parlament annähernd im Verhältnis zu ihren Stimmenzahlen repräsentiert sein müssen (Proporz). Die wohl wichtigste Ursache für eine Abweichung vom Proporz stellen sogenannte Überhangmandate dar.

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